Grundsteinlegung im Morellenquartier: Niedrigere Baukosten mit dem Hamburg-Standard
In Hamburg-Marienthal wurde ein wichtiger Meilenstein für bezahlbaren Wohnraum in Hamburg erreicht: Mit der Grundsteinlegung startete der Bau des Morellenquartiers der HANSA Baugenossenschaft. Hier entstehen 90 geförderte Wohnungen im 1., 2. und 3. Förderweg sowie neun Wohnungen für vordringlich Wohnungssuchende.
Das Projekt nach dem Entwurf von LRW Architektur und Stadtplanung zeigt deutlich: Kostengünstiger Wohnungsbau ist möglich, wenn Politik, Verwaltung, Wohnungswirtschaft und Planung frühzeitig eng zusammenarbeiten und gemeinsam Lösungen entwickeln.
„Bezahlbares Bauen beginnt mit einer einfachen Frage: Was brauchen wir wirklich? Das Morellenquartier gibt darauf überzeugende Antworten“, erklärt die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Karen Pein. „Jede neue bezahlbare Wohnung schafft Sicherheit und Perspektiven für die Menschen in unserer Stadt. Das Morellenquartier zeigt, wie Genossenschaften, Planende und öffentliche Förderung gemeinsam und durch die erfolgreiche Anwendung des Hamburg-Standards dafür sorgen können, dass auch künftig gutes Wohnen für breite Bevölkerungsschichten bezahlbar bleibt – und das Bauen gleichzeitig schneller wird. Ich hoffe, dass viele weitere Projekte in den kommenden Monaten und Jahren dem Vorbild von HANSA, LRW und Otto Wulff folgen.“
Das Projekt wurde im Rahmen der Initiative „Kostenreduziertes Bauen“ als Pilotvorhaben ausgewählt. Ziel ist es, Baukosten konsequent zu reduzieren und gleichzeitig hohe Wohnqualität sowie ambitionierte Klimaziele zu erreichen. Im Morellenquartier wird dieser Ansatz gezielt umgesetzt: Die Ausschreibung erfolgte bereits auf Basis eines frühen Entwurfsstands, wodurch in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro LRW sehr effiziente und nachhaltige Lösungen gefunden wurden. Fa. Otto Wulff als ausführendes Bauunternehmen hat eigene Optimierungsvorschläge bereits in einer sehr frühen Planungsphase einbringen können.
Ergänzend trägt der Verzicht auf kostenintensive Bauelemente wie Keller, Tiefgaragen und teilweise Aufzüge zur wirtschaftlichen Umsetzung bei. Auch konstruktive Lösungen – etwa aufgeständerte Balkone – unterstützen diesen Ansatz.
Das Morellenquartier ist eines von inzwischen 13 Pilotprojekten in allen sieben Hamburger Bezirken. Gemeinsam mit dem Modellquartier in Wilhelmsburg entstehen so rund 1.200 Wohnungen nach den Prinzipien des Hamburg-Standards.