Initiative kostenreduziertes Bauen

Stand: 11.11.2025, 14:00

Pilotquartier für bezahlbares Bauen in Wilhelmsburg

Mit dem Start der Bauarbeiten beginnt auf der Elbinsel ein neues Kapitel: Das Wilhelmsburger Rathausviertel entsteht als Modellquartier für den Hamburg-Standard und zeigt, wie bezahlbarer Wohnraum und hohe Qualitätsansprüche zusammengehen können.

Spatenstich für das Wilhelmsburger Rathausviertel (v.l.n.r.): Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte, Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein und Kay Gätgens, Geschäftsführer der IBA Hamburg.
© Daniel Posselt/BSW Spatenstich für das Wilhelmsburger Rathausviertel (v.l.n.r.): Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte, Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein und Kay Gätgens, Geschäftsführer der IBA Hamburg.

Zwölf Jahre nach der Internationalen Bauausstellung startet in Wilhelmsburg das nächste große Stadtentwicklungsprojekt: das Wilhelmsburger Rathausviertel

Auf dem Gelände an der Dratelnstraße entsteht ein lebendiges Quartier mit rund 1.900 Wohnungen, Studierendenunterkünften, Gewerbeflächen, Kitas und Sportangeboten. Die Fläche liegt in direkter Nachbarschaft zum Inselpark und soll durch neue Grünzüge und Wasserläufe geprägt werden - Orte zum Wohnen, Begegnen und Durchatmen.

Das Rathausviertel ist gleichzeitig Pilotquartier für den Hamburg-Standard, der das Bauen in Hamburg wieder günstiger macht und den Wohnungsbau ankurbelt. Der Hamburg-Standard umfasst vernünftige Standards, eine kostenbewusstere Planung und schnelle Genehmigungen. Die Baukosten lassen sich damit um bis zu ein Drittel senken. Hamburg ist das erste Bundesland, das einen solchen neuen Baustandard umsetzt. Erste Projekte sind erfolgreich gestartet, das große Wilhelmsburger Rathausviertel dient als Pilotquartier und in 13 weiteren Pilotprojekten in allen sieben Hamburger Bezirken entstehen weitere rund 1.200 neuen Wohnungen nach dem Hamburg-Standard, um wieder mehr Wohnungsneubau zu bezahlbaren Preisen möglich zu machen

Zusammen mit dem Elbinselquartier und dem Spreehafenviertel bildet das Rathausviertel die sogenannte Wilhelmsburger Achse, in der insgesamt über 5.000 neue Wohnungen entstehen. Diese neuen Quartiere sollen die Elbinsel weiter zusammenwachsen lassen und das Ziel der Stadt - den „Sprung über die Elbe“ - fortsetzen.

Senatorin Karen Pein betonte, dass mit dem Rathausviertel ein neues Quartier entstehe, das beispielhaft für innovative Stadtentwicklung und soziale Vielfalt stehe. Zwölf Jahre nach der IBA werde damit das Versprechen eingelöst, Wilhelmsburg weiter zusammenzuführen und Raum für alle Generationen zu schaffen.

Auch Kay Gätgens, Geschäftsführer der IBA Hamburg, hob hervor, dass das Projekt ein starkes Zeichen für die Zukunft des Stadtteils setze. Das Rathausviertel solle nicht nur bezahlbaren Wohnraum schaffen, sondern ein lebendiges Stück Hamburg werden - mit neuen Nachbarschaften, sozialem Miteinander und hoher Lebensqualität.

Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte, unterstrich die Bedeutung des Projekts für den Bezirk. Das Rathausviertel sei mit rund 1.900 Wohnungen der größte Baustein und das Herzstück der Wilhelmsburger Quartiersentwicklung. Der heutige Baubeginn markiere einen wichtigen Meilenstein, weil die Flächen nach umfangreichen Vorarbeiten nun für den Wohnungsbau bereitstünden.

Damit wird das Rathausviertel nicht nur ein neuer Wohnort, sondern auch ein Modell für modernes, verantwortungsbewusstes Stadtwachstum  und damit ein weiterer wichtiger Schritt für die Zukunft Wilhelmsburgs und ganz Hamburgs.