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Der Arbeitskreis „Digitale Planungsprozesse“

Im Schwerpunktthema Nachhaltigkeit der Initiative kostenreduziertes Bauen hat der Arbeitskreis „Digitale Planungsprozesse“ einen praxisorientierten Leitfaden entwickelt. Er richtet sich an Bauherren, Planende, öffentliche Auftraggeber und weitere Fachbeteiligte und zeigt, wie sich die modellbasierte Ökobilanzierung effizient in digitale Planungsprozesse des Wohnungsneubaus integrieren lässt.

Ziele

Der Arbeitskreis verfolgt mit der entwickelten Arbeitshilfe „Möglichkeiten zur Baukostenreduzierung durch nachhaltiges Planen und Bauen“ das Ziel, Bauherren, Planenden und Behörden einen praxisnahen Leitfaden an die Hand zu geben, wie Nachhaltigkeitsanforderungen frühzeitig, wirtschaftlich und digital unterstützt in Planungsprozesse integriert werden können. Damit soll verdeutlicht werden, dass nachhaltiges Planen und Bauen nicht im Gegensatz zu kostenreduziertem Bauen steht. Vielmehr können beide Aspekte durch frühzeitige Planung, transparente Daten, Variantenvergleiche und digitale Steuerung besser miteinander abgewogen und zusammengeführt werden.

Arbeitsweise und Ergebnisse

Der Arbeitskreis analysiert zu Beginn des Leitfadens „die wesentlichen gesetzlichen und normativen Rahmenbedingungen – von EU-Taxonomie, SFDR und der novellierten EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) über das Gebäudeenergiegesetz bis hin zu maßgeblichen Normen und Regelwerken wie DIN EN 15978, DIN EN ISO 14040/14044 und DIN SPEC 91606. Hierbei wird aufgezeigt, wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit im Bauwesen gemeinsam betrachtet und in Planungsprozessen berücksichtigt werden können.

Darauf aufbauend vermittelt die Arbeitshilfe konkrete Handlungsempfehlungen für die schrittweise Integration der modellbasierten Ökobilanzierung in digitale Planungsprozesse.

Ergänzend enthält die Arbeitshilfe Kriterien zur Auswahl und Bewertung von Softwarelösungen. Damit unterstützt sie Bauherren, Planende, öffentliche Auftraggeber und Fachbeteiligte dabei, digitale Planungsprozesse effizient zu gestalten, Nachhaltigkeitsanforderungen nachvollziehbar zu berücksichtigen und Entscheidungsgrundlagen für Planung, Reporting, Förderung und Finanzierung zu verbessern.

Ausblick

Die Integration der modellbasierten Ökobilanzierung in digitale Planungsprozesse wird durch die fortschreitende Digitalisierung und neue regulatorische Anforderungen weiter an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig entwickeln sich digitale Werkzeuge und Methoden kontinuierlich weiter. Die Arbeitshilfe versteht sich daher als fortschreibungsfähiger Leitfaden, der an neue fachliche, technische und rechtliche Entwicklungen angepasst werden kann.